Kraniche über Mecklenburg-Vorpommern

Das KRANORAMA in Mecklenburg-Vorpommern

Wir parken unsere Wohnmobile auf dem Besucherparkplatz an der L213, die entlang der Vorpommerschen Boddenküste Richtung Stral­sund führt. Von hier aus sind es noch rund 100 Meter Fußweg zum Aussichtspunkt „KRANORAMA“. Am Rande des Weges befinden sich in Abständen mehrere Infotafeln mit Informationen über die Kraniche.

Das barrierefreie KRANORAMA liegt am Günzer See und wurde im Oktober 2015 eröffnet. Es wird im Rahmen des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“ vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Umweltministeriums gefördert. Die Mitarbeiter des KRANORAMA stehen den Besuchern Rede und Antwort, geben Tipps in Sachen Kranichbeobachtung und bieten Ausflüge zu den Schlaf- und Nahrungsflächen der Vögel an.

Kraniche aus nächster Nähe

Auf ihrem Weg von Nord- und Mitteleuropa nach Südeuropa, und auch auf dem Rückweg in den Norden, legen die Kraniche hier einen Zwischenstopp ein, um sich für den Weiterflug die notwendigen Energiereserven anzufressen. Im Herbst sind sie hier ab etwa September bis Anfang November anzutreffen. Das KRANORAMA ist einer von vielen Beobachtungspunkten an der Vorpommerschen Boddenküste. Sobald die Getreidefelder in dieser Gegend abgeerntet sind, trifft man die Kraniche tagsüber aber auch dort an. Besonders beliebt sind bei den Vögeln die abgeernteten Maisfelder. Hier kann man sie auch vom Feldrand aus unmittelbarer Nähe beobachten. Dabei dürfen die Kraniche auf keinen Fall gestört werden, denn eine ausgiebige und ungestörte Nahrungsaufnahme ist für die riesigen Vögel, die eine Körperlänge von bis zu 150 cm erreichen, eine überlebenswichtige Notwendigkeit. Sie sind Allesfresser. Neben Wurzeln, Blättern, Nüssen und Beeren stehen z. B. auch Würmer, Insekten, Frösche, Eidechsen und Nagetiere auf der Speisekarte.

Auf ihrer Reise legen die Kraniche an einem Tag üblicherweise 300 km, manchmal sogar bis zu 800 km zurück. Die Fluggeschwindigkeit beträgt dabei rund 60 bis 80 km/h. Weltweit gibt es 15 Kranicharten von denen einige vom Aussterben bedroht sind. Sie sind auf allen Kontinenten vertreten, lediglich in Südamerika und in der Antarktis sind sie nicht vorzufinden. Eine typische Verhaltensweise ist der „Tanz“ der Kraniche. Die „Tänze“ werden unabhängig von der Paarungszeit bei der Paarbildung und auch von bereits verpaarten Vögeln aufgeführt. Sie sind Ausdruck des Wohlbefindens der Tiere und in der Ausprägung von Art zu Art unterschiedlich.

Kraniche leben monogam. Bleibt allerdings der Nachwuchs dauerhaft aus, kann es vorkommen, dass die Vögel sich nach anderen Partnern umsehen.

Das KRANORAMA ist für Tier-Fans und -Fotografen sehr empfehlenswert. Der Eintritt ist frei, von Fotografen, die mit Brennweiten ab 300mm fotografieren, wird allerdings eine freiwillige Spende von fünf Euro pro Tag erwartet.

Kranorama, Mecklenburg-Vorpommern

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